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Ausmisten nach Marie Kondo: Mit dieser Anleitung klappts mit Leichtigkeit.

Du möchtest endlich Ausmisten und Ordnung schaffen, hast aber keine Ahnung, wie du das Chaos angehen sollst? Mit der von Marie Kondo entwickelten KonMari-Methode, geht’s ganz leicht! Damit du nicht erst ihr Bestsellerbuch «Magic Cleaning» lesen musst, findest du hier eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wenn du diesen Beitrag gelesen hast, bist du bestens gewappnet und kannst direkt mit dem Entrümpeln loslegen.



Hier findest du eine Inhaltsübersicht. Um den gewünschten Abschnitt zu lesen, klicke einfach auf den jeweiligen Titel.


Inhalt


3 Gründe, wie Aufräumen dein Leben positiv verändert

9 einfache Regeln für schnelles Entrümpeln

Nach Kategorien aufräumen - so einfach geht's

9 Aufräumstrategien für ein leichteres Leben

Vermeide diese 3 Fehler


 

Wer ist Marie Kondo?

Marie Kondo ist die Expertin, wenn es ums Aufräumen geht. Die zierliche Japanerin, die sich selbst als introvertiert beschreibt, hat ihr Leben der Ordnung gewidmet. Ihr Buch «Magic Cleaning – Wie Aufräumen Ihr Leben verändert» wurde ein Bestseller – es wurde in 27 Sprachen übersetzt und weltweit über 7 Millionen Mal verkauft. Das TIME Magazine zählt sie zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt.


Marie Kondo beim Falten von Kleidung
Marie Kondo │ Quelle: www.people.com

Seit 2019 hat sie sogar eine eigene Netflix-Serie: In «Aufräumen mit Marie Kondo» packt die Japanerin an und hilft mit ihrer Aufräum-Methode Messie-Haushalte in Ordnung zu bringen. Kondo lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Los Angeles.



3 Gründe, wie Aufräumen dein Leben positiv verändert


Du findest heraus, was du wirklich willst

Beim Ausmisten wirst du dich intensiv mit deinem Besitz auseinandersetzen. Du wirst jeden (ja, du hast richtig gehört: jeden!) Gegenstand in die Hand nehmen und entscheiden, ob du ihn weiterhin in deinem Leben haben möchtest oder nicht. Du wirst also unweigerlich mit der Frage konfrontiert, was dich glücklich macht und wie du dein Leben künftig führen möchtest. Dieser Prozess wird dir helfen herauszufinden, was dir in deinem Leben wirklich wichtig ist und wo deine Interessen liegen.


So manch einer hat sich nach dem Entrümpeln beruflich neu orientiert, sich aus einer unglücklichen Partnerschaft gelöst oder ein neues Hobby für sich entdeckt. Kondo’s Buch heisst nicht ohne Grund Magic Cleaning (Magisches Aufräumen). Du darfst also gespannt sein, was für magische Veränderungen auf dich warten :-) Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.


Du befreist dich von unnötigem Ballast

Das radikale Entrümpeln wirkt wie ein symbolischer Schlussstrich unter die Vergangenheit. Durch das bewusste Loslassen von ungeliebten Dingen, wird die Bindung an das Gestern gelöscht. Es entsteht eine frische Energie für das Heute und Morgen. Für den Start in eine neue, aufgeräumte Zukunft ist es extrem wichtig, dass du alten Ballast abwirfst. Du wirst dich danach unglaublich befreit, energiegeladen und glücklich fühlen.


Du hast mehr Zeit für die wichtigen Dinge

«Das wahre Leben beginnt nach dem Aufräumen!» sagt Marie Kondo. Denn nachdem du mit der KonMari-Methode aufgeräumt hast, wirst du in der Lage sein, die Ordnung ohne grossen Aufwand aufrechtzuerhalten. Wenn einmal richtig aufgeräumt wurde, tritt nie wieder das alte Chaos ein. Freue dich also darauf, mehr Zeit für die Dinge zu haben, die dir in deinem Leben wirklich wichtig sind.



9 einfache Regeln für schnelles Entrümpeln


1. Bekenne dich zum Aufräumen

Bevor du mit dem Ausmisten beginnst, ist es wichtig, dass du dich bewusst dafür entscheidest. Denn halbherziges Ausmisten ist reine Zeitverschwendung!

Darum: Bekenne dich zum Aufräumen und trage dafür fixe Termine in deine Agenda ein.


2. Visualisiere dein ideales Leben

Wie sieht dein Traumleben nach dem Entrümpeln aus? Wie möchtest du dein Leben führen und mit welchen Dingen möchtest du dich umgeben? Nimm dir genügend Zeit, diese Fragen für dich zu klären. Am besten setzt du dich an einen ruhigen Ort und schliesst für einen Moment deine Augen. Stell dir dann so genau wie möglich vor, wie dein Leben danach aussehen soll. Lasse dies wie ein Film vor deinem inneren Auge ablaufen. Spüre die Vorfreude und behalte diese Vision in deinem Kopf. Es wird dich während des Aufräumprozesses motivieren, am Ball zu bleiben und den Fokus nicht zu verlieren.


3. Entrümple in einem Rutsch, in kurzer Zeit und perfekt

Stück für Stück über einen langen Zeitraum aufzuräumen, nützt nichts. Marie Kondo empfiehlt, in einem Rutsch, in kurzer Zeit und perfekt aufzuräumen. Denn nur wenn die Veränderung innerhalb von kurzer Zeit stattfindet, erlebt man diesen heilsamen positiven Ordnungsschock, der das Bewusstsein zum positiven verändert. «Kurze Zeit» bedeutet für Marie Kondo maximal ein halbes Jahr. Merke dir ebenfalls: Entrümple zuerst komplett und mache dir erst danach Gedanken über den Aufbewahrungsort.


4. Behalte nur, was dich glücklich macht

Stell dir ein Leben vor, inmitten von Dingen, die dich glücklich machen und dir am Herzen liegen - Fühlt sich das nicht toll an? Deshalb lautet die wichtigste Regel von Marie Kondo: Es wird nur behalten, was glücklich macht. Oder wie Kondo so schön sagt: «keep only what sparks joy!».


Damit wir fühlen, ob uns ein Gegenstand glücklich macht, wird jedes Ding einzeln in die Hand genommen. Empfindest du dabei ein ausschliesslich positives Gefühl? Oder stellt sich eher ein Unwohlsein ein? Versuche es mit mehreren Gegenständen hintereinander und du wirst merken, dass die Reaktion deines Körpers anders ist.


Behalte nur die Dinge, die dir Freude bereiten. Oder Gegenstände, die durch seinen Nutzen für dich unverzichtbar sind und dich dadurch glücklich machen.


5. Sei konsequent und verabschiede dich mit Dankbarkeit

Denke beim Ausmisten immer an dein zukünftiges Traumleben und freue dich darauf. Sei konsequent und behalte wirklich nur die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn du dir bei einem Gegenstand unsicher bist, dann ist es Zeit ihn loszulassen. Es geht darum, die Dinge herauszupicken, die dir Freude bringen. Alles andere darfst du mit Dankbarkeit verabschieden. Bedanke dich bei jedem Gegenstand, der dich nicht (mehr) glücklich macht für seine Dienste. Das hilft dir beim Loslassen und ist ein Ausdruck von Respekt und Wertschätzung.


6. Miste nach Kategorien aus

Es ist wichtig, dass du nach Kategorie und nicht nach Raum entrümpelst. Warum? Weil sich Dinge derselben Kategorie oft an verschiedenen Stellen der Wohnung befinden. Deshalb haben die Meisten gar keinen Überblick über ihren Besitz - weil alles an verschiedenen Orten verteilt ist.


7. Gehe nach dieser Reihenfolge vor

Um in kurzer Zeit effizient zu entrümpeln, hat Marie Kondo die ideale Reihenfolge definiert, nämlich:


1. Kleidung

2. Bücher

3. Papierkram

4. Komono (Kleinkram)

5. Erinnerungsstücke


Halte dich fest an diese Reihenfolge. Denn diese ist so festgelegt, dass du deine Sinne und Fähigkeiten fürs Ausmisten von Kategorie zu Kategorie verbesserst. So bist du für die letzte und schwierigste Kategorie gewappnet.


8. Freue dich auf das grosse Aufräumfest

Stimme dich auf das Ausmisten ein und betrachte es als ein grosses Fest. Denn Aufräumen macht Spass und mit der KonMari-Methode entrümpelst du nur ein einziges Mal – dafür richtig und nachhaltig. Freue dich auf den Prozess, all den nutzlosen Krempel loszuwerden und nur noch von Dingen umgeben zu sein, die dich wirklich glücklich machen.


9. Was tun, wenn du dich von Dingen nicht trennen kannst?

Um Entscheidungen zu treffen gibt es zwei «Werkzeuge». Nämlich unsere Intuition und unseren Verstand. Sind sich Intuition und Verstand einig, ist eine klare Entscheidung ganz leicht. Sagt die Intuition «weg damit», der Verstand jedoch «behalten», verlässt uns der Wegwerf-Mut. Frage dich in diesem Fall «Warum besitze ich diesen Gegenstand? Würde ich ihn wieder kaufen?» Überlege dir bei jedem Gegenstand, welche Rolle er im Hier und Jetzt wirklich spielt.


Hier ein Beispiel:

Stell dir vor, du hast ein Kleidungsstück, das du noch nie getragen hast. Es gefällt dir zwar, aber die Passform ist nicht ideal. Deine Intuition sagt «Wegwerfen!», da dich das Kleidungsstück nicht glücklich macht. Dein Verstand meldet sich jedoch und sagt «Ungetragene Kleidung wegwerfen? Auf keinen Fall! Ausserdem war das Teil teuer». Sei in so einem Fall bitte radikal ehrlich zu dir und vertraue auf deine Intuition. Lerne aus der Erfahrung und achte beim nächsten Kleiderkauf besser auf die Passform. Das Kleidungsstück hat mit dieser Erkenntnis seine Aufgabe erfüllt. Bedanke dich dafür und lass es dann los. Um die Dinge, die wir behalten, richtig wertzuschätzen, müssen diejenigen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, weggeworfen werden.



Nach Kategorien aufräumen - so einfach geht's


1. Kategorie: Kleidung

Los geht’s mit der Kleidung. Um dabei effektiv vorzugehen, empfiehlt Marie Kondo diese in Unterkategorien einzuteilen. Nämlich:

  • Oberteile (Hemden, Blusen, Pullover, T-Shirts, etc.)

  • Unterteile (Hosen, Röcke)

  • Aufzuhängende Kleidung (Jacken, Kostüme, Mäntel)

  • Strümpfe und Socken

  • Unterwäsche

  • Kleinteile (Schals, Gürtel, Mützen, etc.)

  • Bekleidung für bestimmte Aktivitäten (Badeanzüge, Sportsachen, etc.)

  • Taschen

  • Schuhe

Als erstes nimmst du also sämtliche Kleidung aus allen Schränken, Kommoden und Regalen und sammelst sie an einer Stelle. Vergiss nicht die Kleidung, die sich im Keller oder auf dem Estrich befindet. Wahrscheinlich wirst du erstmals schockiert sein über die Menge deiner Kleidung. Aber das ist gut so. So wird dir bewusst, wie viel du besitzt.


Nun geht es los mit dem Ausmisten: Nimm jedes einzelne Teil in die Hand und behalte nur, was dich im Hier und Jetzt glücklich macht. Fang am besten mit den Kleidungsstücken an, die aufgrund der Jahreszeit gerade nicht in Gebrauch sind. Frage dich «Möchte ich dieses Teil in der kommenden Saison tragen?».


Vielleicht hast du Bedenken, dass du nach dem Ausmisten bald nichts mehr zum Anziehen hast. Aber keine Sorge: Auch wenn die Anzahl deiner Kleidungsstücke radikal abnehmen wird, es wird immer noch genug übrigbleiben - und das sind genau die Teile, die dich glücklich machen und du gerne trägst.


2. Kategorie: Bücher

Weiter geht es mit den Büchern und Zeitschriften. Auch hier gilt: Alle Bücher hervorholen und an einem Ort ansammeln. Um die Bücher «aufzuwecken», sollte man mit der Handfläche leicht auf die Deckel klopfen oder laut in die Hände klatschen. Denn nur wenn die Bücher «wach» sind, können wir zuverlässig bestimmen, ob wir sie behalten oder wegwerfen wollen, sagt Marie Kondo. Wenn du die Bücher aussortierst, musst du jedes einzelne Buch in die Hand nehmen und allein danach beurteilen, ob es dich glücklich macht oder nicht. Fang auf keinen Fall an, darin zu blättern oder lesen. Entscheide schnell und intuitiv, welche Bücher dir wirklich Freude bereiten. Stelle dir dein Bücherregal vor, indem nur deine absoluten Lieblingsbücher stehen.


"Irgendwann" kommt nie

Bücher, die du bereits gelesen hast, wirst du wohl kaum ein zweites Mal lesen. Und Bücher, die seit eh und je ungelesen im Regal stehen, wirst du wohl nie lesen. Deshalb: weg damit!


Pure Befreiung

Vielleicht kennst du das: In deinem Bücherregal stehen viele halbgelesene oder ungelesene Bücher. Und immer plagt dich dieses Gefühl, dass du dieses oder jenes Buch unbedingt noch lesen musst. Es ist also ein unbewusster Druck da, diese Bücher noch zu lesen. Glaub mir, wenn du all diese Bücher wegwirfst, ist das ein Gefühl purer Befreiung. Lerne also daraus und kaufe künftig nur noch Bücher, auf die du jetzt Lust hast und du sofort lesen wirst. Es macht keinen Sinn, Bücher auf Vorrat zu kaufen und dann jahrelang ungelesen zu horten.


3. Kategorie: Papierkram

In die Kategorie Papierkram gehören:

  • Jegliche Papiere und Briefe

  • Versicherungspolicen

  • Kreditkartenabrechnungen

  • Seminarunterlagen

  • Bedienungsanleitungen

  • Garantiescheine

  • Flyer, etc.

Die Frage nach dem Glücksgefühl stellt sich hier also gar nicht erst :-). Die alten Liebesbriefe und Tagebücher fallen nicht in diese Kategorie. Diese gehören in die letzte Kategorie «Erinnerungsstücke».


Ab damit ins Altpapier

Marie Kondo rät, die Papierflut radikal einzudämmen und so viel wie möglich wegzuwerfen. Bleiben darf nur, was eines dieser drei Kriterien erfüllt:

  • Benutze ich jetzt

  • Ist eine Weile lang wichtig

  • Muss für immer aufbewahrt werden


Diese Unterlagen kannst du getrost wegschmeissen


Seminarunterlagen

Hier gilt dasselbe, wie bei den Büchern. Ist das Seminar zu Ende, wird man sich diese Unterlagen wohl nie mehr durchlesen. Also weg damit.


Kreditkartenabrechnungen

Auch hier gilt: Ab damit ins Altpapier. Und falls du jemals eine Abrechnung als Beweismittel in einem Gerichtsfall wegen einer ungerechtfertigten Abbuchung benötigen solltest, dann kannst du diese bei der Kreditkartenfirma einholen.


Bedienungsanleitungen

Die Bedienungsanleitung gehört zu den Druckerzeugnissen, die du direkt wegwerfen kannst! Und wenn doch mal ein Problem auftaucht? Dann wirst du dieses durch Ausprobieren bestimmt selbst lösen können. Sonst kannst du immer noch einen Freund fragen oder im Internet recherchieren.


4. Kategorie: Komono

Komono ist japanisch und steht für Kleinkram. Diese Kategorie ist sehr umfangreich. Deshalb gehst du am besten streng nach dieser Reihenfolge vor:

  • CD’s und DVD’s

  • Körperpflegemittel und Kosmetikprodukte

  • Accessoires

  • Elektrogeräte (Kamera, Kabel, etc.)

  • Haushaltsartikel (Schreibwaren, Nähzeug, etc.)

  • Artikel aus Apotheke und Drogerie (Medikamente, Seife, Taschentücher, etc.)

  • Küchenutensilien und Nahrungsmittel

  • Hobby (Dinge wie Skiausrüstung, Modellautosammlung, etc.)

  • Diverses

Das Sortieren und Aufräumen von Kleinkram ist etwas mühsam, da du dich hier sehr vielen verschiedenen Teilen widmen musst. Erinnere dich an das Gefühl, wie dein Traumleben danach aussehen wird – halte durch! Und bleibe konsequent: Behalte nur, was dich glücklich macht.


Diese 4 Dinge sollten direkt in den Müll wandern


1. Ungeliebte Geschenke

Der kitschige Porzellanengel, den du von deiner Grossmutter zu Weihnachtengeschenkt bekommen hast. Oder der Schlüsselanhänger und die gewöhnungsbedürftig riechenden Räucherstäbchen, die eine Freundin aus dem Urlaub mitgebracht hat. Jeder besitzt solche ungeliebten Dinge. So etwas kann man doch nicht wegwerfen? Doch, man kann! Denn was ist die wichtigste Aufgabe eines Geschenks? Der Moment, in dem es vom Schenkenden überreicht und vom Beschenkten angenommen wird. Die Geste ist viel wichtiger als die Sache selbst! Ausserdem dürfte es wohl kaum der Wunsch des Schenkenden sein, dass du diese Dinge mit einem negativen Gefühl benutzt oder du dich jedes Mal schuldig fühlst, wenn du die unbenutzten Dinge wiederfindest. Deshalb kannst du diese Dinge mit guten Gewissen wegschmeissen.


2. Kabel unbekannter Zugehörigkeit

Das Kabel, das du gerade anstarrst und bei dem du angestrengt überlegst, wofür es wohl gedacht ist, wirst du wahrscheinlich niemals benutzen. Bitte behalte nur Kabel, die du eindeutig einem bestimmten Gerät zuordnen kannst.


3. Ersatzknöpfe für Kleidung

Die kleinen durchsichtigen Plastiktütchen mit ein bis zwei Ersatzknöpfen drin, braucht kein Mensch. Behalte nur die Knöpfe von Jacken und Mäntel und nähe diese am besten direkt am Innenfutter fest. So weisst du wenigstens, wo sie sind.


4. Kosmetikproben

All die kleinen Kosmetikproben, die du auf der nächsten Reise benutzen wolltest, schmeisst du am besten gleich weg. Erstens weisst du nicht genau, wie lange die Haltbarkeit dieser kleinen Proben ist. Zweitens gibt es inzwischen von fast jedem Produkt eine reisetaugliche Grösse, die du kaufen kannst.


5. Kategorie: Erinnerungsstücke

Jetzt kommen endlich die Erinnerungsstücke an die Reihe. Warum wir uns dieser Kategorie als letztes widmen? Weil die Entscheidung, ob wir etwas behalten oder wegwerfen wollen, hier am schwierigsten ist.


Erinnerungsstücke sind Dinge, die uns früher mal glücklich gemacht haben und an denen jede Menge Emotionen hängen. Wenn wir uns von ihnen trennen, haben wir Angst, dass damit ein Stück von uns verloren geht. Doch sei unbesorgt! Was in deinem Leben wirklich bedeutsam war, bleibt für immer in deinem Kopf und deinem Herzen gespeichert und wird niemals verblassen.


Von Dingen, die unschöne Erinnerungen in uns hervorrufen, können wir uns hier aktiv lösen. Miste alles aus, was du mit einer schmerzlichen Episode in deinem Leben verbindest. Meinst du nicht, dass du auf diese Weise leichter und befreiter in die Zukunft blicken kannst?


Was macht dich im Hier und Jetzt glücklich?

Wir leben im Heute! Nimm also jedes Erinnerungsstück in die Hand und frage dich, ob es dich im Hier und Jetzt glücklich macht. Wenn nicht, dann bedanke dich für das damals empfundene Glück und lass den Gegenstand los.


Genau darum geht es:

Indem wir uns mit unseren Erinnerungsstücken konfrontieren, sie berühren, den Emotionen nachspüren und sie erst dann wegwerfen, können wir aktiv und auf erwachsene Art und Weise mit der Vergangenheit abschliessen. Solange sentimentale und nostalgisch stimmende Gegenstände unsere Schubladen und Schränke bevölkern, werden sie uns damit unbewusst immer wieder in die Vergangenheit zurückziehen und uns belasten.


Tipp: Bewahre die Erinnerungsstücke, die dich im Hier und Jetzt glücklich machen, in einer schönen Kiste auf.



9 Aufräumstrategien für ein leichteres Leben

Hurra! Du hast nun radikal ausgemistet und bist nur noch im Besitz von Dingen, die dich glücklich machen. Ist das nicht ein tolles Gefühl? Nun geht es darum, ein cleveres Ordnungssystem zu entwickeln. Denn wir wollen ja, dass die Ordnung bleibt.


1. Ein fester Ort für jedes Ding

Bestimme für jeden Gegenstand einen festen Platz und lege ihn nach Gebrauch immer wieder sofort dahin zurück. Der Grund dafür ist ganz simpel: Wenn bei nur einer Sache die Adresse unbekannt ist, so breitet sich die alte Unordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder aus. Deshalb geben wir jedem Ding einen Wohnort. Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung für erfolgreiches Aufräumen, Verstauen und Ordnung halten. Auf diese Weise können wir, wenn wir müde von der Arbeit nach Hause kommen, ruck zuck und ohne viel überlegen zu müssen unsere Wohnung aufräumen.


2. Gleiche Dinge an einem Ort

Dinge einer Kategorie müssen allesamt an einem Ort wohnen. Sie dürfen nicht an verschiedenen Stellen verteilt werden. Das ist alles. Ganz simpel. Die Einteilung der Kategorien ist dieselbe wie beim Entrümpeln. Die Gebrauchshäufigkeit spielt beim Verstauen keine Rolle.


Wenn du in einem Haushalt mit mehreren Personen lebst, so ist es wichtig, dass jedes «Familienmitglied» seinen eigenen Stauraum zugeteilt bekommt. Wenn jedes Mitglied des Haushalts seine Dinge überall in der Wohnung verteilt, entsteht ganz schnell Unordnung. Also: Ein Besitzer, ein Ort. Denn jeder Mensch hat gerne sein eigenes Reich. Wir lieben das Gefühl zu wissen, dass dieses Fleckchen uns – und nur uns – gehört, und wir sind motiviert, es in Ordnung zu halten.


3. Stapeln verboten

Marie Kondo empfiehlt, die Dinge – wann immer möglich – nebeneinander stehend und nicht übereinanderliegend aufzubewahren. Denn so haben wir jederzeit den perfekten Überblick über unser Hab und Gut.


Hier 3 Gründe, weshalb du Dinge nicht stapeln solltest:

  • Beim Stapeln haben wir viel Platz zur Verfügung und merken nicht, wie sich die Zahl der Dinge vervielfacht. Wenn wir die Gegenstände stehend einräumen, so können wir unseren Besitz nur soweit ausdehnen, wie es die jeweilige Bodenfläche des Behältnisses zulässt. So besteht keine Gefahr, dass wir wieder unnötigen Krempel anschaffen.

  • Für die unteren Dinge ist es unangenehm, wenn andere auf sie draufgestapelt werden. Oder möchtest du ein Buch sein, dass zuunterst auf einem grossen Bücherstapel liegt? Das wäre als ob wir über eine längere Zeit etwas Schweres tragen müssten – sehr belastend. Wenn wir die Dinge stehend aufbewahren, verbessert sich also automatisch auch die Energie im Raum.

  • Wenn wir die Dinge stapeln, verlieren wir mit der Zeit das Gefühl für die Existenz der unteren Sachen und irgendwann vergessen wir sie ganz.


4. Der beste Ordnungshelfer

Es gibt wahnsinnig viele Ordnungssysteme auf dem Markt. Doch bevor du jetzt los gehst und dir wie wild Ordnungshelfer zulegst, hier ein wertvoller Tipp für dich: Schuhschachteln. Ja, du hast richtig gehört. Sie sind die idealen Ordnungshelfer – und erst noch kostenlos. Geh also in ein Schuhgeschäft und frage nach Schuhschachteln in diversen Grössen. Wenn du mit dem Aufräumprozess fertig bist, kannst du dir immer noch schöne dekorative Schachteln und Kisten besorgen. Doch erstmals gilt «keep it simple». Denn im ersten Schritt geht es darum, dass wir so schnell wie möglich vorankommen.


5. So wird Kleidung richtig aufbewahrt

Es gibt zwei Möglichkeiten Kleidung aufzubewahren: hängend auf einem Bügel oder zusammengelegt - also jedes Teil ordentlich gefaltet und in einer Schublade «stehend» eingeräumt. Marie Kondo empfiehlt, so viel Kleidung wie möglich zusammengelegt aufzubewahren, weil man so den besseren Überblick hat. Das Hauptkriterium aber lautet: Wie fühlt sich das Kleidungsstück am wohlsten – zusammengelegt oder aufgehängt?


Achte beim Aufhängen im Kleiderschrank auf eine «ansteigende Linie». Also links die schweren, langen Sachen und rechts die leichten, kurzen Sachen einräumen. Beim Anblick wird es dir unweigerlich leicht ums Herz und du bekommst gute Laune.


Kleidung zusammenlegen - so wird’s gemacht

Kleidung falten wir zusammen und stellen sie aufrecht in die Schublade. Strumpfhosen werden aufgerollt und hingestellt.

6. Aufbewahrung von Taschen

Um Taschen platzsparend aufzubewahren, kannst du mehrere Taschen zu einem Set zusammenfassen. Überlege dir also, welche Taschen sich im Hinblick auf Grösse, Material und Verwendungshäufigkeit ähnlich sind. Dann stecke die kleinere (maximal zwei kleinere) in die grössere Tasche. Achte darauf, dass die Henkel aller Taschen herausschauen, so dass wir immer den Überblick haben. Bewahre die Taschen dann stehend wie Bücher aneinandergereiht auf.


7. So bewahrst du die notwendigen Papiere auf

Nachdem du die Papierflut radikal eingedämmt hast, gilt es für die übriggebliebenen Papiere ein simples Ordnungskonzept zu schaffen. Es umfasst zwei Kategorien: «aufzubewahren» und «unbearbeitet».


Kategorie «unbearbeitet»

Hierunter fallen Unterlagen und Briefe, die wir selbst bearbeiten müssen. Für sie richten wir einen festen Ort ein. Einen einzigen festen Ort! Wir wollen verhindern, dass sich der Papierkram im ganzen Haus tummelt. Am besten bewahrst du diese Papiere in einer Kiste auf und bearbeitest sie so schnell wie möglich. Denn solange sich diese Papiere in der Schachtel befinden, schleppst du auch in deinem Leben etwas Unbearbeitetes mit.


Kategorie «aufzubewahren»

Die Papiere, die in diese Kategorie fallen, werden nach ihrer Gebrauchshäufigkeit wiederum in zwei Kategorien aufgeteilt: «aufzubewahren, aber selten benötigt» und «aufzubewahren, aber gelegentlich bis häufig benötigt». Selten benötigte Dokumente sind zum Beispiel Verträge, Versicherungspolicen und Garantiescheine. Bewahre diese Unterlagen in einer durchsichtigen Sammeltasche oder einem Ordner auf.


8. Ordnung in Bad und Küche

Das Bad ist der Raum im Haus, in dem das wärmste und feuchteste Klima herrscht – und der sich damit für die Aufbewahrung von Dingen am wenigsten eignet.


Marie Kondo legt uns ans Herz, die Badewanne und Dusche von Shampoo Flaschen komplett zu befreien. Bewahre also alles was fürs Duschen, Baden und Pflegen gebraucht wird, in einer Kiste oder einem Korb auf und verstaue es in einem Schrank. Nach dem Gebrauch wird alles abgetrocknet und wieder an seinen Platz zurückgestellt. Diese Prozedur erscheint dir wahrscheinlich ein wenig umständlich. Aber hast du dich erst daran gewöhnt, wirst du feststellen, dass es dir den Alltag erleichtert. Denn nun kannst du die Badewanne/Dusche in viel kürzerer Zeit reinigen, da ja nichts mehr herumsteht. Ausserdem brauchst du keinen Drahtkorb mehr zu pflegen, der ohnehin dauernd Rost ansetzt.


Das gleiche Prinzip gilt auch für die Spüle in der Küche. Halte die Arbeitsfläche ebenfalls so gut es geht frei. Schliesslich ist diese zum Arbeiten gedacht, und nicht als Abstellfläche. Verstaue Gewürze, Saucen, etc. in den Schränken und Schubladen und stelle sie nach Gebrauch wieder an ihren Platz zurück.


9. Dein persönlicher heiliger Ort

Besitzt du ein Amulett oder ein Talisman? Oder sammelst du vielleicht Glücksbringer aller Art? Wenn ja, dann richte in deiner Wohnung eine Ecke als «persönlichen heiligen Ort» ein. Damit schaffst du Platz für die Dinge, die dir wichtig sind. Achte darauf, dass die Stelle möglichst auf Augenhöhe liegt oder wenigstens so, dass du die Gegenstände jederzeit gut sehen und auch berühren kannst.



Vermeide diese 3 Fehler


1. Zeige nie deiner Familie, was du wegwerfen willst

Vor allem deinen Eltern - und insbesondere deiner Mutter - solltest du auf keinen Fall zeigen, von welchen Gegenständen du dich trennen willst. Stell dir vor, deine Mutter würde die von dir aussortierten Kleider, Urlaubserinnerungen oder Stofftiere entdecken. Das würde sie nur traurig und wehmütig stimmen. Und du kannst dir sicher sein, dass sie den armen verwaisten Teddybären zu sich nehmen würde. Aber wir wollen ja vermeiden, dass sich die Dinge innerhalb der Familie anhäufen.


2. Degradiere ungeliebte Kleidung nicht zu Hauskleidung

Alltagskleidung, die uns nicht gefällt, zu Hause zu tragen ist keine empfehlenswerte Strategie. Die Zeit, die wir in unserem vier Wänden verbringen, ist schliesslich auch ein Teil unserer Lebenszeit. Und ob wir nun zu Hause oder unter Menschen sind: Wir sollten nur noch Kleidungsstücke tragen, die uns glücklich machen.


3. Lasse neugekaufte Ware nie in der Originalverpackung

Befreie deine neuen Errungenschaften sofort aus ihren Verpackungen und entferne das Preisschild. Denn erst wenn dieser Schritt vollzogen ist, gehören die Dinge wirklich dir und du kannst eine Beziehung zu den gekauften Dingen aufbauen. Dies gilt auch für Produkte, die du auf Vorrat kaufst und noch gar nicht direkt verwendest. Denn oftmals bringt die Verpackung mehr Schaden als Nutzen.


Nehmen wir als Beispiel eine Feinstrumpfhose: Um das Produkt vorteilhaft zu präsentieren, steckt der Hersteller oft ein Stück Karton in die Strumpfhose, damit diese schön glatt und knitterfrei aussieht. Dies dehnt jedoch das Material und tut dem zarten Gewebe nicht gut. Ausserdem verbraucht eine ausgepackte und zusammengelegte Strumpfhose viel weniger Platz.



Mein Fazit:

«Bei mir gibt's nicht viel auszumisten» dachte ich. Denn ich bin niemand, der Dinge hortet. Doch ich musste mich eines besseren belehren lassen. Mit der KonMari-Methode habe ich enorm viel ausgemistet - und dieser Prozess war unglaublich befreiend!


Hier meine 3 wichtigsten Erkenntnisse:


1. Die Frage nach dem Glücksgefühl

Zugegeben, ich habe mich früher beim Ausmisten nie gefragt, ob mich ein Gegenstand glücklich macht. Dinge, die in einem guten Zustand und funktionstüchtig waren, habe ich behalten. Doch die Frage nach dem Glücksgefühl ändert beim Entrümpeln einfach ALLES. Dieses Kriterium ist so simpel – und so genial! Denn was wollen wir alle in unserem Leben? Genau, wir wollen glücklich sein. Da macht es doch Sinn, dass wir uns nur mit Dingen umgeben, die uns glücklich machen.


2. Sich in die Lage des Gegenstands versetzen

Bei einigen Dingen fiel mir das Wegwerfen wirklich schwer. Zum Beispiel bei meinem geknüpften Hippie-Schmuck, den ich während meiner 9-monatigen Südamerika-Reise gekauft und getragen hatte. Doch Jahre später entsprach er einfach nicht mehr meinem Stil. Darum lag er ungetragen in einer Kiste. Also versetzte ich mich in die Lage der Schmuckstücke und stellte mir folgende Frage: Wenn ich dieses wunderschöne, mit viel Liebe geknüpfte Armband wäre - möchte ich da lieber von meinem Besitzer mit Freude getragen werden oder in einer Kiste vor mich her gammeln? Die Antwort war eindeutig. Also stellte ich mir vor, wie der Schmuck von seinem zukünftigen Besitzer mit Freude getragen wird. Dieser Gedanke half mir, mich mit Dankbarkeit davon zu verabschieden.


3. Schuhschachteln als Ordnungshelfer

Ein toller Tipp von Marie Kondo. Ich habe mir bestimmt 20 - 30 Schuhschachteln besorgt und diese beim Aufräumen eingesetzt. Und das Beste daran: Sie sind kostenlos und es ist nachhaltiger, Schuhschachteln zu benutzen anstatt sich neue Aufbewahrungsboxen zu kaufen. Also ab mit dir ins nächste Schuhgeschäft :-).



Hast du Fragen zum Beitrag? oder möchtest du mir deine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem Ausmisten mitteilen? Dann lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.


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